„Sparschweinereien“ oder lieber Gemeinwohlbank?

Es hätte hier ein Nachdenken stattfinden sollen über die im alten Rom gebräuchliche Redewendung ‚pecunia non olet‘ (Geld stinkt nicht) und ihre etwaige Anwendbarkeit auf heutige Verhältnisse in der Finanzwirtschaft und ob Geld nicht eventuell doch mit üblem Geruch behaftet ist, wenn es auf Basis übler oder übel ausgeführter Geschäfte erwirtschaftet wird. Doch dann mischte sich Erich Fried ziemlich prägnant aus dem Gedichtband ‚Es ist was es ist‘ ein. Wir lassen ihn, dem auch die Überschrift teilweise zu verdanken ist, zu Wort kommen und halten das eigene zurück:

Vom Sparen

Eine uralte Art des Sparens
ist das Sparschwein

Von den Sparschweinen
kommt vielleicht das Wort Sparschweinereien

Denn oft muß gespart werden
für eine Schweinerei

Auf die werden dann
die Ersparnisse verwendet

Je tödlicher die Schweinerei
desto lebhafter muß gespart sein

Je mörderischer
desto mörderischer das Sparen

Für jede Rakete zum Beispiel
muß sehr viel gespart sein

Da muß man jetzt sparen
damit einem dann nichts erspart bleibt

Wenn die Rechnung oben nicht stimmt
heißt es unten Sparen

Denn die Sparschweinereien
werden fast immer verfügt

von fetten Schweinen
auf Kosten der armen Schweine

(Erich Fried, Vom Sparen; Schreibweise und Interpunktion gemäß Gedichtband 'Es ist was es ist', Neuausgabe 1996)

Gemeinwohlbank

Was macht nun jener Mensch, der sein redlich verdientes Geld weder einem Sparschwein anvertrauen noch in eine Rakete oder andere „Sparschweinereien“ investieren möchte?

Sich an einer Gemeinwohlbank beteiligen, könnte eine Alternative sein. In Österreich ist eine solche im Werden, eine Bank, hinter der BürgerInnen stehen und die gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt des Handelns stellt. Die nach Eigendefinition „erste ethische Alternativbank Österreichs – Eine Bank, die den Menschen dient und nicht umgekehrt“ ist in der Gründungsphase, derzeit als Projekt Bank für Gemeinwohl. Eine seit 2014 bestehende freie Genossenschaft, die BfG Eigentümer/-innen- und Verwaltungsgenossenschaft eG, soll Eigentümerin dieser Bank sein. An der Genossenschaft kann man sich mit Anteilen ab 200,– Euro beteiligen. 2016 soll mit dem Banklizenzierungsprozess bei der Finanzmarktaufsicht gestartet werden, in etwa einem Jahr wird die Bank ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen, so der Plan laut website www.mitgruenden.at, die mit ausführlichen Informationen über das Projekt aufwartet und Beteiligungsmöglichkeiten – von Mitarbeit bis Mitgründen – aufzeigt.

Links

Projekt Bank für Gemeinwohl

Erich Fried – wikipedia

Pecunia non olet

Und was hat es nun mit der römischen Redewendung auf sich? Laut wikipedia geht die Geschichte so:

Um die leeren Staatskassen zu füllen, erhob Kaiser Vespasian auf diese öffentlichen Toiletten eine spezielle Latrinensteuer. Sueton überliefert, dass Vespasian die Steuer vor seinem Sohn Titus rechtfertigte, indem er ihm Geld aus den ersten Einnahmen unter die Nase gehalten und gefragt habe, ob der Geruch ihn störe (sciscitans num odore offenderetur). Als dieser verneinte, habe Vespasian gesagt: Atqui e lotio est („Und doch ist es vom Urin“). Im Laufe der Zeit wurde daraus die Redewendung Pecunia non olet, „Geld stinkt nicht“.

wikipedia

Die Lesenden

Menschenrechte – Artikel 2: Anspruch auf Menschenrechte

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Internationale Menschenrechtsinstrumente

PDF-Dokument, 20,56 KB Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UDHR)
vom 10. Dezember 1948

PDF-Dokument, 79,05 KB Zivilpakt (ICCPR)
Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966

PDF-Dokument, 88,46 KB Sozialpakt (ICESCR)
Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vom 16. Dezember 1966

PDF-Dokument, 201,47 KB Genfer Flüchtlingskonvention (GRC)
Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951

PDF-Dokument, 77,67 KB Anti-Folter-Konvention (CAT)
Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984

PDF-Dokument, 88,40 KB Anti-Rassismus-Konvention (ICERD)
Internationales Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung vom 21. Dezember 1965

PDF-Dokument, 100,23 KB Frauenrechtskonvention (CEDAW)
Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau vom 18. Dezember 1979

PDF-Dokument, 94,00 KB Kinderrechtskonvention (CRC)
Übereinkommen über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989

PDF-Dokument, 471,79 KB Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC)
vom 17. Juli 1998

Quellen und links

Amnesty International

Über Menschenrechte auf 1-sicht

Über Menschenrechte auf 1-sicht
Die Lesenden

Medien: Spiegel der Gesellschaft mit Fähigkeit zu Selbstzweifeln

Zwei Texte über Medien beschäftigen 1-sicht im noch jungen Jahr 2016. Der eine stammt aus der Feder von Joseph Roth und ist in ‚Reisen in die Ukraine und nach Russland‘  erschienen. Der andere ist aus der Feder (oder Tastatur, dazu kann 1-sicht keine Hinweise geben) von Armin Thurnher und ist im Falter 52/15 erschienen.

Befasst Roth sich in seinem Text ‚Öffentliche Meinungen, Zeitungen, Zensur‘, den er 1926 für die Serie ‚Reise in Rußland‘ für die Frankfurter Zeitung verfasste, mit der Entwicklung des in der Form neuen Medienwesens nach der Revolution, so diskutiert Thurnher Ende 2015 im Artikel ‚Die Wahrheit über die Lügenpresse‘ die Entwicklung der hiesigen Medienlandschaft angesichts zunehmender Ökonomisierung allen gesellschaftlichen Lebens und des Einflusses digitaler Medienformen und vollkommen neuer Mediennutzung.

Die beiden journalistischen Kritiker eint, so scheint es, der scharfe Blick auf gesellschaftliche Zustände und ein waches Sensorium für Tendenzen, die einem reifen Medienwesen zuwider laufen.

Aufmerksamkeit als Ware und sterile Presse

Thurnher schreibt:

Man kann Journalismus in aufklärerischer Tradition als Profession auffassen, die durch öffentliche Berichte der Verbesserung des Gemeinwesens dient. Oder man kann ihn als Gewerbe auffassen, das sein Geschäft um jeden Preis macht.

Mehrere Tendenzen gefährden laut Thurnher das ideale, wenn auch fiktive Ziel von Journalismus. Zu diesen Tendenzen zähle das durch die Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse veränderte Verhältnis des Journalismus zum Publikum. Nicht dieses sei Adressat sondern die Auftraggeber der Werbung.  Die Aufmerksamkeit, so Thurnher, ist nicht Ziel sondern Handelsware geworden.

Und Roth konstatiert für das postrevolutionäre Rußland einen Mangel an Unabhängigkeit der Medien – allerdings nicht von Auftraggebern aus der Wirtschaft sondern von der Regierung:

Die Rücksicht auf den Leser macht die Journalistik fruchtbar. Die Rücksicht auf die Zensur macht die Presse steril. Die voraussetzungslose, das heißt nicht gesinnungslose, Betrachtung der Welt macht einen Artikel lebendig und anschaulich. Die ideologisch gebunde Betrachtung der Welt verursacht provinzielle, kleinliche und außerdem falsche Berichte.

Vom Wert ‚journalistischer Kleinarbeit‘, von Selbstzweifeln und Spiegeln

Beide halten offensichtlich das Handwerk des Journalismus für unverzichtbar.

So kritisiert Roth den Hang der (gelenkten) russischen Medien zu ‚authentischen‘ Berichten ‚aus erster Hand‘ von Arbeiterkorrespondeten, Dorfkorrespondenten, Schülerkorrespondenten etc. . Es erregt sein Mißfallen, dass der Leser die Zeitung selbst macht, dass jeder sein eigener Journalist ist:

Nicht journalistische Fachleute machen die Zeitungen, sondern gute zuverlässige Handhaber und Handlanger der Ideologie. Das was man ‚journalistische Kleinarbeit‘ nennt, was das eigentliche Gerüst der Zeitung ist, der Bericht des Tages und sein Spiegelbild, die nackte dramatische Fabel des Lebens, das ist in den russischen Blättern primitiv, dilettantisch, unbeholfen.

Knapp 90 Jahre später schreibt Thurnher an gegen den Fragmentierungs- und Individualisierungsdruck des digitalen Raums. Dort gehe es weniger um Wahrhaftigkeit als um Selbstdarstellung.  Thurnher spricht der ‚Qual der genauen Beschreibung‘, der  ‚Mühe der Kritik‘ und ‚der kritischen Reflexion des eigenen Standpunktes‘ das Wort.

Journalismus kann und darf nicht an sich selbst glauben. Er muss an sich selbst zweifeln. Unausgesetzt. Mindestens so stark wie an jenen Missständen, die er untersucht, oder jenen Dienstleistungen, die er prüft, ehe er sie seinem Publikum empfiehlt. Wenn er sich selber ernst nimmt, weiß er: Er ist potenziell ein Missstand.

Glaubwürdiger Journalismus ist redaktioneller Journalismus (egal welchen medialen Aggregatszustands), der institutionell imstande ist, sich selbst in Zweifel zu ziehen, der in sich selbst eine kleine Öffentlichkeit darstellt. Nur redaktioneller Journalismus kann erzeugen, was Demokratie braucht, nämlich ein informiertes Publikum, das über alle in gleicher Weise bekannten qualifizierten Informationen verfügt; nur er kann diese Informationen qualifizieren.

Und nochmals Roth:

Weiß diese junge Presse, weiß diese junge Regierung noch nicht, dass man zur Spiegelung des Lebens der Spiegel bedarf? Daß man aber keineswegs einen beliebigen Gegenstand, eine Teekanne oder eine Hacke oder ein Fleischmesser als Spiegel verwenden kann?

Quellen und links

Joseph Roth, Reisen in die Ukraine und nach Russland, herausgegeben von Jan Bürger, C.H. BECK textura; Beck

Armin Thurnher, Falter 52/15: Die Wahrheit über die Lügenpresse – Warum der Journalismus Grund hat, verunsichert zu sein. Und warum er Selbstzweifel braucht. Ein Jahresrückblick. Falter

Über Joseph Roth in Wikipedia-Joseph Roth

Über Armin Thurnher in Wikipedia-Armin Thurnher

Die Lesenden

1-sicht empfiehlt

1-sicht empfiehlt Lese-, Hör-, Sehstoff – Jänner 2016

JOSEPH ROTH, Reisen in die Ukraine und nach Russland

herausgegeben von Jan Bürger
C.H. BECK textura; Beck

Umschlagtext: „Lemberg, Moskau, Astrachan – in der Zeit zwischen den Kriegen erkundet Joseph Roth Osteuropa. Mit meisterhaften Reportagen fängt er den Alltag der jungen Sowjetunion ein und stößt dabei auf Probleme, die uns heute noch bewegen.“

Cover des Buches 'Reisen in die Ukraine und nach Russland'

Folgende 1-sicht bezieht sich u.a. auf den Text ‚Öffentliche Meinung, Zeitungen, Zensur.‘ aus diesem Werk:

Medien: Spiegel der Gesellschaft mit Fähigkeit zu Selbstzweifeln

GERHARD POLT – Ein Reponsabilist

auf youtube

Verantwortung übernehmen neu interpretiert.

Menschenrechte – Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich …

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

1-sicht macht 2016 zu ihrem persönlichen Jahr der Menschenrechte und bringt in loser Folge alle 30 Artikel und – gleich hier unten – weitere Fakten. Möge sich der Befund von Amnesty International weiterhin bewahrheiten:  „Seit ihrer Verkündigung hat sich das Gesicht der Welt positiv verändert: Die Menschenrechte haben Eingang in internationale Vereinbarungen, völkerrechtlich bindende Konventionen und nationale Verfassungen gefunden.“ Möge dies auch Früchte tragen.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

  • wurde am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen offiziell verabschiedet (Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948),
  • ist das allgemeinste Menschenrechtsdokument, das es gibt und Basis für Freiheit und Gerechtigkeit,
  • diente als Anregung für die Europäische Menschenrechtskonvention, eine der wichtigsten Vereinbarungen der Europäischen Gemeinschaft,
  • ist keine verbindliche Rechtsquelle des Völkerrechtes, daher gelten u.a. folgende Vereinbarungen als zentrale Menschenrechtsinstrumente:
    1) der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, sowie
    2) der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.

Quellen und links

Internationales Menschenrechtsgesetz – united for human rights

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – amnesty international

Menschenrechte – Wikipedia

Über Menschenrechte auf 1-sicht

Über Menschenrechte auf 1-sicht

 

Die Lesenden

Allgemeine Menschenrechte der UN im Überblick auf 1-sicht

Zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN (AEMR):

Artikel 1 – Alle Menschen sind frei und gleich …
Artikel 2 – Anspruch auf Menschenrechte
Artikel 3 – Recht auf Leben, Freiheit, Sicherheit
Artikel 4 – Sklaverei
Artikel 5 – Folter
Artikel 6 – Rechtsfähigkeit
Artikel 7 – Gleichheit vor dem Gesetz
Artikel 8 – Verhaftung und Ausweisung
Artikel 9 – Schutz vor willkürlicher Verhaftung
Artikel 10 – Anspruch auf gerechtes Verfahren
Artikel 11 – Unschuldsvermutung
Artikel 12 – Schutz der Privatsphäre
Artikel 13 – Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit
Artikel 14 – Asyl
Artikel 15 – Staatsangehörigkeit
Artikel 16 – Ehefreiheit
Artikel 17 – Recht auf Eigentum
Artikel 18 – Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
Artikel 19 – Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung
Artikel 20 – Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit
Artikel 21 – Wahlrecht
Artikel 22 – Soziale Sicherheit
Artikel 23 – Recht auf Arbeit
Artikel 24 – Recht auf Erholung und Freizeit
Artikel 25 – Recht auf angemessenen Lebensstandard
Artikel 26 – Recht auf Bildung
Artikel 27 – Recht auf Freiheit des Kulturlebens
Artikel 28 – Recht auf angemessene Sozial- und internationale Ordnung
Artikel 29 – Grundpflichten; Schranken
Artikel 30 – Auslegungsvorschrift

Vom Kyros-Zylinder zur AEMR – links zur Geschichte und aktuellen Bedeutung der Menschenrechte

1-sicht findet: Lesen bildet. Und: Lesen sei eines der Menschenrechte.
1-sicht meint: Lesen nährt den Verstand

Was zeichnet eine offene Gesellschaft aus?

„Die Attentate haben gezeigt, wie verwundbar die offene Gesellschaft ist, haben aber auch bewirkt, dass wir uns neu besinnen.“ (Bundespräsident Joachim Gauck nach den Anschlägen auf die Satirezeitung Charlie Hebdo.)

„Und deswegen müssen wir sagen, wir werden diese offene Gesellschaft verteidigen gegen die Terroristen.“ (Thomas Oppermann, Fraktionschef der SPD-Bundestagsfraktion über islamistischen Terror.)

„Heute können wir zeigen, dass eine wohlhabende Gesellschaft  versucht zu helfen, wo sie helfen kann. Und dass wir gemeinsam unsere offene Gesellschaft verteidigen, der wir alle miteinander so viel zu verdanken haben.“ (Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, zur Flüchtlingskrise.)

Mit diesen Zitaten leitet Ingeborg Breuer ihren Beitrag Die Renaissance der „offenen Gesellschaft“ – Bewährungsprobe durch Terror und Flucht ein (Deutschlandfunk 17.12.2015).

Wer oder was ist die Gesellschaft?

In der Soziologie und den anthropologischen Wissenschaften meint man laut Wikipedia damit

eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste und abgegrenzte Anzahl von Personen, die als sozial Handelnde (Akteure) miteinander verknüpft leben und direkt oder indirekt sozial interagieren. Gesellschaft bezieht sich sowohl auf die Menschheit als ganze (gegenüber Tieren und Pflanzen), als auch auf bestimmte Gruppen von Menschen, beispielsweise auf ein Volk oder eine Ethnie.

Der Begriff ‚offene Gesellschaft‘ geht auf Karl Popper zurück, der ihn in seinem Werk ‚Die offene Gesellschaft und ihre Feinde‘, erschienen 1945, prägte. Die offene Gesellschaft steht demgemäß  sowohl der Laissez-Faire-Gesellschaft als auch der totalitären gegenüber und ist eng mit der Staatsform der Demokratie verbunden. Popper sieht als ihr Ziel ‚die kritischen Fähigkeiten des Menschen‘ freizusetzen. (Wikipedia)

Popper in einem Interview von 1974: „All den großen Propheten zu misstrauen, die eine Patentlösung in der Tasche haben und sagen: Wenn ihr mir nur volle Gewalt gebt, dann werd ich euch in den Himmel führen. Die Antwort darauf ist, wir geben niemandem volle Gewalt über uns, wir wollen, dass die Gewalt auf ein Minimum reduziert wird.“  …. Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziere stets die Hölle, so Popper. Und die offene Gesellschaft hat erkannt, dass dieser „Traum vom Himmel sich auf Erden nicht verwirklichen“ lässt.  … Weil sie keinen Heilsplan hat, gehört das Experimentieren zur offenen Gesellschaft hinzu. Die Entwicklung, die sie nimmt, führt nach Popper „ins Unbekannte, ins Ungewisse, ins Unsichere“. Und deshalb gehöre zu ihre eine ungemeine Innovationsbereitschaft und Kreativität.  … „Die offene Gesellschaft ist nicht nur eine ungemein kreativitätsermöglichende, sondern sogar kreativitätsbedürftige Gesellschaft. Sie ist deswegen notorisch innovativ und häutet sich permanent. Die offene Gesellschaft muss immer kreativer sein, weil sie bestimmte Nachteile an Sinnvorgaben in Kauf nimmt. Sie hat auf diese Weise eine sehr hohe Flexibilität. Dem stehen geschlossene Gesellschaften gegenüber, die infolge dieser Geschlossenheit nicht die Innovativität aufbringen, die eigentlich im Prozess der Modernisierung permanent zurückfallen.“  … Das andere, das Fremde gehört deshalb zu den offenen Gesellschaften hinzu. Es ist ihr Lebenselixier, weil es der Anstoß für sie ist, sich immer wieder neu zu erfinden und nicht in Behäbigkeit zu erstarren. (Deutschlandfunk 17.12.2015)

Professor Herfried Münkler, Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität in Berlin, hält den Umgang mit den nach Europa kommenden Flüchtlingen für eine Bewährungsprobe für die offene Gesellschaft.

Würde sie ihre Grenzen schließen, wäre das eine zivilisatorische Unreife, … Das Fremde als Chance zu verstehen und es in das Eigene zu integrieren, gehört zum Selbstverständnis der offenen Gesellschaft.  … Daraus folgt für Herfried Münkler eine klare politische Konsequenz: Ohne offene Türen keine offene Gesellschaft.

„Die offene Gesellschaft kennt keine Obergrenze. Sobald sie eine Obergrenze hat, ist sie ja eine gedeckelte Gesellschaft. Gewissermaßen geschlossen light.“ (Deutschlandfunk 17.12.2015)

Quellen und links

Die Renaissance der „offenen Gesellschaft“ Deutschlandfunk 17.12.2015

Begriffe:
Wikipedia (Gesellsch./soziologisch)

Wikipedia (offene Gesellsch.)

Sir Karl Popper – Wikipedia

Die Lesenden

Laura hat Hunger

Mit der linken Hand wischt Laura die Scheibe frei. Das Winken ihrer Mutter sieht sie schon lange nicht mehr. An ihr ziehen fremde Landschaften vorbei. Sie hat Hunger. Wie fast immer. Im Zug ist es laut. Manche Kinder weinen. Sie weint nicht, sie ist ja schon 14. Ihre große Schwester weint auch nicht.  Irgendwann schläft Laura ein. In der Nacht wird sie geweckt. Sie müssen auf ein Schiff.  „Gleich sind wir in Schweden“, flüstert ihre Schwester. Dort hat angeblich niemand Hunger. Deshalb dürfen Kinder aus Wien dorthin. An den Namensschildern aus Pappe, die sie um den Hals tragen, werden Laura und ihre Schwester von jenem schwedischen Ehepaar erkannt, bei dem sie nun wohnen werden.

Wir schreiben das Jahr 1920. In Wien herrschen Hungersnöte. Laura und ihre um 1 Jahr ältere Schwester können einige Monate in Schweden leben, in die Schule gehen und sich satt essen.

24 Jahre später. Wieder sitzt Laura in einem überfüllten Zug. Mit ihr sind ihre 5 Kinder – 2 Söhne, 3 Töchter, die kleinste ist 6 Monate alt. Von ihrem Mann gibt es seit Monaten keine Nachricht. Sie hat Hunger. Wie fast immer. Im Zug sind viele Frauen und noch viel mehr Kinder. Sie werden von Wien weggebracht, um den Bomben zu entkommen. Ihr aller Ziel: Bayern. Wenn der Zug in den Stationen hält, geht sie mit den anderen Frauen zur Lokomotive. Dort gibt es heißes Wasser für das Baby. In Bayern kommen sie in ein Lager. In dem riesigen Raum mit den vielen Menschen fürchten sich die Mädchen sehr. Die 3-Jährige fürchtet sich außerdem vor der großen Grube, in der alle ihre Notdurft verrichten.

Angst, Hunger, 5 kleine Kinder, Hoffnung, Überlebenswillen, Fleiß und geschickte Hände hat Laura im Reisegepäck. Sonst nichts. Nach Tagen, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen, werden sie und die Kinder weggebracht. Sie kommt mit der 3-Jährigen und dem Baby auf einen Bauernhof, auf dem ihr Fleiß in den nächsten Monaten sehr gefragt ist. Die Söhne und die 5-Jährige leben jeweils bei anderen Familien. Sie sieht sie wochenlang nicht.

Fast ein Jahr später, als der Krieg zu Ende ist, kann Laura mit allen Kindern zurück nach Wien. Ihr Haus ist nicht von Bomben zerstört. Die Bombentrichter ganz in der Nähe des Hauses werden den Kindern zu makabren Spielplätzen.

Laura wieder zu Hause

Ihrem 6. Kind schenkt Laura in Friedenszeit das Licht der Welt. Noch viele Jahre lang darf sich die Familie über fallweise Geschenkpakete aus Schweden freuen.

Aus dem Baby, das bereits im Alter von ½ Jahr auf der Flucht vor Bomben war, wird 21 Jahre danach meine Mutter.

Nachwort

Das ist eine persönliche Geschichte, die auf den Erlebnissen meiner Großmutter mütterlicherseits, Laura M. (1906 – 1975), beruht. Ihre Töchter teilten die Erinnerung an ihre Erzählungen mit mir. Meine Phantasie ergänzte, wo Details fehlten.

Laura verbrachte nach dem 1. Weltkrieg als Volksschülerin 2 Mal (einmal mit der großen Schwester, einmal alleine) mehrere Monate bei einer hilfsbereiten Gastfamilie in Südschweden, um dem Elend und den Hungersnöten in Wien zu entkommen. Gegen Ende des 2. Weltkrieges musste sie mit damals 5 Kindern Wien verlassen, weil die Zahl der Bomben auf ein strategisch wichtiges Produktionswerk in ihrem Heimatbezirk zunahm und die Gefahr für die Bevölkerung groß war.

Lauras Schulzeugnis aus Sunne, 1920
Lauras Schulzeugnis aus Sunne/Schweden

 

 

Wie geht es der Ukraine?

Für kurze Zeit war sie sehr präsent in unseren Medien. Aktuell erlebt sie ihr Schicksal im Schatten anderer Ereignisse. Die Ukraine.

Wie geht es dem Land, das – nomen  est omen (ukraina heißt Grenze) – als Grenzland zwischen Ost und West wahrgenommen wird? Was ist aus der ‚im Westen‘ so intensiv wie hoffnungsvoll beobachteten und kommentierten Maidan-Bewegung vor genau 2 Jahren geworden? Kann sich aus der ‚Grenze‘ eine ‚Brücke‘ entwickeln, wie dies angesichts der Maidan-Revolution als denkbare Rolle für die Ukraine diskutiert wurde?  Was ist im umkämpften Gebiet an der Ostgrenze um Donezk und Luhansk los? Und wie wird es auf und mit der Halbinsel Krim weitergehen, deren Annexion durch Russland einen tiefen Riss in die Beziehungen zwischen Nato und Russland nach sich gezogen hat.

Die Stuttgarter Nachrichten (Ulrich Krökel) schreiben am  5. Dezember 2015 unter dem wenig hoffnungsfroh stimmenden Titel

Krise ohne Ende in der Ukraine

Im Dezember 2013 begehrte das Volk gegen das korrupte Janukowitsch-Regime auf – doch das Land steckt noch immer in einem Sumpf aus Korruption und Oligarchie. Und von einer friedlichen Lösung des Konfliktes in den östlichen Regionen ist es weit entfernt.

Im Herzen von Kiew, nicht weit vom berühmten Unabhängigkeitsplatz Maidan entfernt, gibt es ein himmlisches Refugium inmitten der Millionenmetropole. Befestigte Pfade schlängeln sich über Rasenflächen, auf denen junge Bäume und Sträucher wachsen. Im Sommer, wenn alles grün ist, treffen sich hier Kulturfreunde und Familien zum Freilufttheater, zu Lesungen oder zum Picknick. Es geht beschwingt zu.

Über den paradiesischen Platz wachen stets die dunklen, traurigen Augen von ­Serhij Nigojan, die von einem übergroßen Mauerporträt auf die friedliche Szenerie ­herabblicken. Das Motiv auf der Hauswand erinnert nicht zufällig an ein Christusbild. Serhij Nigojan gilt in der Hauptstadt als Märtyrer. Er war das erste Todesopfer der Euromaidan-Revolution, die vor zwei Jahren nicht nur die Ukraine, sondern den ­Kontinent und die Welt in Atem hielt.

Anfang Dezember 2013 strömten bis zu einer Million Menschen auf den Unabhängigkeitsplatz, um gegen das autoritäre Regime von Präsident Viktor Janukowitsch, gegen Korruption und Oligarchie und für eine Annäherung an die EU zu demonstrieren. Über Weihnachten harrten die Revolutionäre in einer Zeltstadt auf dem Maidan aus, bevor die Lage im neuen Jahr eskalierte.

„Vier Schüsse in Kopf und Hals haben Serhij getötet“, berichtete später der oppositionelle Arzt Oleg Mussi über den Tod Nigojans, der nur 20 Jahre alt wurde. Bis heute ist ungeklärt, wer die Scharfschützen waren, die friedliche Demonstranten ins Visier nahmen. Schossen Spezialpolizisten des Regimes, gegen das „der Maidan“ mobil machte? Feuerten russische Agenten? Oder waren Aufwiegler aus den Reihen der Revolutionäre am Werk, die den gewaltsamen Kampf gegen die Regierenden herbeisehnten und die eigenen Leute martialisch provozieren wollten?

100 Menschen starben im Kugelhagel

Jedenfalls starben im Kugelhagel rund 100 Menschen. In der Terminologie der Maidan-Revolutionäre, die sich damals in Hundertschaften organisiert hatten, werden die Toten bis heute als die „himmlische Hundertschaft“ bezeichnet. In Anlehnung an diesen Begriff wird das paradiesische kleine Areal, über das die Christus-Augen von ­Serhij Nigojan wachen, als der Himmlische-Hundertschaft-Platz bezeichnet. Doch ausgerechnet jetzt, im zweiten nachrevolutionären Winter, droht den Erben des Euro­maidan die endgültige Vertreibung aus dem Paradies.

Die Geschichte des Platzes, über die zunächst die Anti-Korruptions-Initiative „Naschi Groschi“ (NG/Unser Geld) berichtete, kann als typisch für die Lage in der Ukraine gelten. Zwei Jahre nach den Maidan-Protesten haben sich alte und neue Seilschaften zu einem engmaschigen, schwer durchschaubaren und erst recht nicht entwirrbaren Netz verbunden, das sich über das Land legt wie Mehltau und den Aufbruch zu ersticken droht. Anders formuliert: Der Kapitalismus ukrainischer Prägung frisst die Kinder der prowestlichen Revolution. Das Grundstück des Himmlischen-Hundertschafts-Platzes gehört seit 2007 der Immobilienfirma Green Plaza. Deren wichtigste Eigentümer sind nach NG-Recherchen auf den britischen Virgin-Islands registriert, in einer Steueroase. Auch Verwandte des früheren Kiewer Bürgermeisters Leonid Tschernowetzki sollen mit im Boot sein.

Die Platz-Aktivisten sind fest davon überzeugt, dass die Stadt Kiew das Areal unter dubiosen Umständen verkauft hat. Dafür spricht viel, angesichts des Sumpfes aus Oligarchie und Korruption, der sich damals in der Ukraine ausgebreitet hatte. Jahrelang ließ Green Plaza das Grundstück brachliegen, bis die Maidan-Revolutionäre den Platz 2014 „kaperten“ und in einen urbanen Garten Eden verwandelten. Nun aber, acht Jahre nach dem Kauf, möchte die Immobilien­firma dort einen Hotel- und Bürokomplex errichten. Versuche der Stadt, den aufgewerteten Platz zurückzukaufen, scheiterten.

Ukraine kommt in der Korruptionsbekämpfung nicht voran

In diesen Dezembertagen trifft man sich vor Gericht. Der kürzlich wiedergewählte Bürgermeister Vitali Klitschko, der 2013 selbst auf dem Maidan mitmischte, hatte seinen Anhängern die Klage im Wahlkampf versprochen. Doch die Erfolgsaussichten sind gering – nicht zuletzt, weil es die neuen prowestlichen Herrscher um Präsident Petro Poroschenko versäumt haben, der Oligarchie und der Korruption in Kiew und der gesamten Ukraine den Garaus zu machen und auf diese Weise zwielichtigen Unternehmen die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Überraschen kann das kaum: Der „Schokoladen-König“ Poroschenko, zu dessen Unterstützern auch Klitschko zählt, gelangte einst selbst als Süßwaren-Oligarch zu einem Milliardenvermögen. In den einschlägigen Korruptionsindizes verharrt die Ukraine auf einem Platz im hinteren Viertel, im Umfeld von Staaten wie Papua Neuguinea, Uganda und Tadschikistan.

„Niemand sollte von uns Wunder erwarten“, wiederholt Poroschenko gebetsmühlenartig und verweist zur Rechtfertigung auf die prekäre außenpolitische Lage des Landes, das sich noch immer am Rand eines Kriegs mit Russland bewegt. Kremlchef Wladimir Putin wolle nicht nur die Ukraine, sondern „die ganze Welt destabilisieren“, tönt Poroschenko. Tatsächlich ist die Ukraine weit von einer friedlichen Lösung des Konfliktes in ihren östlichen Regionen entfernt. Die EU bereitet nicht von ungefähr eine Verlängerung der Sanktionen gegen Moskau vor. „Der Minsker Friedensplan ist noch nicht vollständig umgesetzt“, heißt es in Brüssel.

Schlimmer ist: Eine erneute militärische Eskalation ist keineswegs ausgeschlossen. Die prorussischen Separatisten im Osten drohen weiterhin damit, in den abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk Wahlen abzuhalten und sich von der Ukraine abzuspalten. Das wäre das Ende des Minsker Friedensprozesses, der immerhin zu einer Waffenruhe geführt hat, die seit September hält. Aber wie lange noch?

Im Osten herrscht weiter Kriegsgefahr

Wie groß die Explosionsgefahr weiterhin ist, zeigen die jüngsten Vorgänge rund um die Krim, die Russland im Gefolge der Maidan-Revolution annektiert hat. Ende November sprengten antirussische Aktivisten, mutmaßlich Krimtataren und ukrainische Nationalisten, mehrere Strommasten. Die Halbinsel lag daraufhin tagelang im Dunkeln. Krankenhäuser mussten mit Notstromaggregaten versorgt werden. Die Regierung rief den Ausnahmezustand aus.

Letzte Woche schließlich reiste der russische Präsident auf die Krim und kündigte an, eine Energiebrücke zum russischen Festland bauen zu lassen. Für manche Beobachter im Westen ist es ein gutes Zeichen, dass der Kremlchef die Eskalation nicht seinerseits vorantrieb. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier forciert angesichts der Syrien-Krise nun sogar einen neuen Dialog zwischen der Nato und Russland. Der Gesprächsfaden war nach der Krim-Annexion gekappt worden.

Experten wie der Berliner Osteuropa-Experte Stefan Meister warnen allerdings seit Monaten davor, dass Putin in der Ukraine „ein Spiel mit dem Westen treibt“. Er ist sich sicher, dass der Kreml „die Wunden im Land offen halten wird“.

Umgekehrt spielt die schwierige außenpolitische Gemengelage Poroschenko und den mächtigen ukrainischen Wirtschaftsbossen in die Hände, die ihre Macht unter Hinweis auf die fortdauernde Bedrohung von außen zu sichern versuchen.

Der Parlamentsabgeordnete und frühere Investigativjournalist Serhij Leschtschenko, der sich 2014 der Poroschenko-Partei anschloss und den Präsidenten selbst für untadelig hält, gibt sich keinen Illusionen hin. „Wir leben immer noch in einer Oligarchie“, sagt er. Im Frühjahr hatte er Morddrohungen erhalten, nachdem er sich öffentlich mit den mächtigsten Männern des zwielichtigen Systems angelegt hatte.

Leschtschenko gehörte im Winter 2013/14 zu den Maidan-Aktivisten, die in vorderster Front kämpften – allerdings erfolglos, wie die Gegenwart zeigt.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten 5. Dez. 2015

Fotos aus der Ukraine

An der Grenze im Land Grenze (Westen der Ukraine, Grenzgebiet zur Slowakei)
An der Grenze im Land ‚Grenze‘ (Westen der Ukraine, Grenzgebiet zur Slowakei), 2012
Lviv / Lwow/ Lemberg - Blick auf die Stadt vom Rathausturm, 2012
Lviv / Lwow/ Lemberg – auch Wien des Ostens genannt – Blick auf die Stadt vom Rathausturm, 2012

 

 

Link

über die Ukraine: Wikipedia

Kohle für alle? – eine Diskussion über bedingungsloses Grundeinkommen im ORF RadioKulturhaus

24. November 2015, RadioKulturhaus in Wien. Ca. 130 Personen sind im Auditorium. Johannes Kaup fragt sie, wer auch dann arbeiten würde, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe. Nur 6 Personen würden dann nicht arbeiten.

Das Gros der Gäste gibt an, selbst dann arbeiten zu wollen, wenn sie sehen, dass andere nicht arbeiten.

Diese nicht repräsentative Umfrage ist der Einstieg in die Podiumsdiskussion

Kohle für alle? – Bedingungsloses Grundeinkommen

Pro und Kontra – Johannes Kaup im Gespräch mit Daniel Häni, Philip Kovce und Ulrich Schuh.

Die Diskussion wurde aufgenommen und ist – gekürzt – am 14.12.2015 um 16 Uhr im Radio Ö1 zu hören.
Hier die Ankündigung  des Radiosenders Ö1 auf oe1.orf.at: